Stanzen stört die Erektion nicht


Prostatabiopsie mit Folgen?
Stanzen stört die Erektion nicht

Beim Verdacht auf einen Prostatakrebs steht die Probebiopsie an. Dabei ist nicht nur die Gewebeentnahme selbst unangenehm für den Patienten. Viele Männer fürchten auch, dass der Eingriff ihrer Erektionsfähigkeit schadet. Eine aktuelle Studie gibt jetzt Entwarnung.

Mit der Stanze durch Darm oder Damm

Bei einer Prostatabiopsie entnimmt der Arzt mit einer Art Stanze Gewebezylinder aus der Vorsteherdrüse. Je nach Zugang unterscheidet man zwei Verfahren: Bei der transrektalen Prostatastanzbiopsie geschieht das über den Mastdarm, bei der seltener durchgeführten perinealen Prostatabiopsie über den Damm.

Doch nicht nur die Vorstellung vom Eingriff selbst macht Männern zu schaffen. Immer wieder taucht die Frage auf, ob eine Stanzbiopsie womöglich die erektile Potenz beeinträchtigt. Dieser weit verbreiteten Sorge ist jetzt eine spanische Arbeitsgruppe in einer Studie nachgegangen.

Entwarnung in puncto Erektion

Dazu untersuchten sie bei 135 Patienten, die sich einer Prostatabiopsie unterziehen mussten, vor und nach dem Eingriff die Erektionsfähigkeit. Von den Männern hatten vor der Biopsie 21% eine normale Erektion, 40% eine leichte, 36% eine moderate und 3 % eine schwere Erektionsstörung. 3 und 6 Monate nach dem Eingriff wurden die Männer erneut untersucht, mit nahezu gleichen Ergebnissen: 29 bzw. 30% hatten keine Erektionsprobleme, 38% bzw. 34% eine leichte, 27% bzw. 28% eine moderate und 3 bzw. 6% eine schwere Erektionsstörung.

Die Ergebnisse blieben auch bei Berücksichtigung der Art des Verfahrens konstant. Egal ob über den Damm oder den Mastdarm durchgeführt und unabhängig von der Anzahl der ausgestanzten Gewebeproben – Auswirkungen auf die Erektion sind durch die Prostatabiopsie nicht zu erwarten, lautet das Fazit der Forscher.

Quelle: Ärztezeitung

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