Rheuma: Keine Frage des Alters


Wachsamkeit der Eltern gefragt
Rheuma: Keine Frage des Alters

Ein gerötetes, angeschwollenes Knie bei Kindern – was wie die Folgen eines Sturzes aussieht, sind möglicherweise erste Anzeichen für Rheuma. Dauern die Gelenkbeschwerden mehrere Wochen an, raten Experten den Eltern, einen Spezialisten aufzusuchen.

Bereits Kleinkinder und Jugendliche von juveniler Arthritis betroffen

Rund 15.000 Kinder und Jugendliche leiden nach Angaben der KKH Kaufmännischen Krankenkasse unter der häufigsten Form von Rheuma, das vor dem 16. Lebensjahr auftritt: der juvenilen idiopathischen Arthritis (JIA). Die KKH wertete die Daten von 314.000 Kindern und Jugendlichen aus. Von 1000 Kindern erkranken 1 bis 2 pro Jahr an JIA, wobei Mädchen deutlich häufiger wie Jungen betroffen sind.

Die Ursachen des Gelenkrheumas bei jungen Menschen sind noch unklar. Andreas Heiß vom Serviceteam der KKH erklärt: „Manche Eltern führen die Schwellung zunächst auf einen Sturz zurück. Hält sie wochenlang an, sollten Eltern an eine rheumatische Erkrankung denken.“

Frühes Erkennen beugt Spätschäden vor

Neben Gelenkschwellung und Rötung zählen Einschränkungen in der Bewegung wie Hinken und Gelenksteifigkeit nach Ruhephasen zu den typischen Anzeichen der JIA. Hinzu kommt oft eine unbewusste Schonhaltung, meist eine Beugung des betroffenen Gelenks. „Stellen Eltern fest, dass ihr Kind mögliche Symptome zeigt, sollten sie rasch ihren Kinderarzt informieren und um Überweisung zu einem Kinderrheumatologen bitten“, rät Heiß.

Eine frühzeitige Behandlung durch den Spezialisten lindert nicht nur die Schmerzen des Kindes, sondern fördert auch dessen Beweglichkeit und verringert vor allem Schädigungen an den Gelenken und Knochen der Heranwachsenden.

Quelle: Ärzteblatt

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